Köhlerei Wieser

Foto: Stefan Smidt

Was ist Holzkohle

Holzkohle ist ein fester Brennstoff. Wird Holz unter Luftabschluss stark erhitzt, findet eine thermisch-chemische Zersetzung statt. Man spricht von trockener Destillation oder Pyrolyse.

Holzkohle ist ein Gemisch organischer Verbindung aus 80 – 90% Kohlenstoff, der Rest setzt sich aus Feuchtigkeit, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Asche zusammen.

Holzkohle ist leicht zu entzünden, verbrennt ohne Rauch und schlägt keine Flammen. Weiters zeichnet sie sich wegen ihrer Schwefelfreiheit und Aschearmut aus.



Fotos: Stefan Smidt

Herstellung von Holzkohle

Holzkohle wird durch Erhitzen von Holz unter Luftabschluss hergestellt (ca. 500°C).

Wir erzeugen unsere Holzkohle noch auf traditionelle Weise im Langmeiler. Das Holz wird liegend zu einem ansteigenden, rechteckigen Haufen aufgeschlichtet. Die Oberfläche wird mit Reisig und Lösche bedeckt, ebenso werden die vier Seitenwände mit Lösche händisch befüllt.

Nach dem Entzünden des Meilers muss er ständig beobachtet werden.

Die Kunst der richtigen Verkohlung besteht nun darin, durch eine sorgsam geregelte Luftzufuhr nur die aus dem erhitzten Holz sich entwickelten Gase und Dämpfe zu destillieren und nicht das Holz zu verbrennen.

link: www.echtzeit-tv.at, Beruf(ung) Köhler



Holzkohlenstaub

Zur Bodenverbesserung wird schon seit über 2500 Jahren Holzkohlenstaub (gemahlene Holzkohle) eingesetzt.

Durch das große Porenvolumen dient Holzkohlenstaub als Trägermittel für Pflanzennährstoffe und Lebensraum von Mikroorganismen. In der Landwirtschaft wird er zur Bodenverbesserung und als Trägerstoff für Düngemittel sowie Hilfsstoff für die Kompostierung und Nährstofffixierung von Gülle verwendet. Auch als Futtermittelzusatz wird gemahlene Holzkohle eingesetzt.