Foto: Stefan Smidt

Was ist Holzkohle

Holzkohle ist ein fester Brennstoff. Wird Holz unter Luftabschluss stark erhitzt, findet eine thermisch-chemische Zersetzung statt. Man spricht von trockener Destillation oder Pyrolyse.

Holzkohle ist ein Gemisch organischer Verbindung aus 80 – 90% Kohlenstoff, der Rest setzt sich aus Feuchtigkeit, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Asche zusammen.

Holzkohle ist leicht zu entzünden, verbrennt ohne Rauch und schlägt keine Flammen. Weiters zeichnet sie sich wegen ihrer Schwefelfreiheit und Aschearmut aus.



Fotos: Stefan Smidt

Herstellung von Holzkohle

Holzkohle wird durch Erhitzen von Holz unter Luftabschluss hergestellt (ca. 500°C).

Wir erzeugen unsere Holzkohle noch auf traditionelle Weise im Langmeiler. Das Holz wird liegend zu einem ansteigenden, rechteckigen Haufen aufgeschlichtet. Die Oberfläche wird mit Reisig und Lösche bedeckt, ebenso werden die vier Seitenwände mit Lösche händisch befüllt.

Nach dem Entzünden des Meilers muss er ständig beobachtet werden.

Die Kunst der richtigen Verkohlung besteht nun darin, durch eine sorgsam geregelte Luftzufuhr nur die aus dem erhitzten Holz sich entwickelten Gase und Dämpfe zu destillieren und nicht das Holz zu verbrennen.

 



GRILLHOLZKOHLE

Die ursprünglichste Methode des Garens von Lebensmitteln über dem offenen Feuer ist das Braten oder Grillen. Aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. wird im 9. Gesang der Ilias von einem „Grillfest“ in Troja (Nordwesttürkei) berichtet:

 

Selbst nun stellt´ er die mächtige Bank im Glanze des Feuers,

Legte darauf den Rücken der feisten Zieg´ und des Schafes,

Legt´ auch des Mastschweins Schulter darauf voll blühendes Fettes.

Aber Automedon hielt, und es schnitt der edle Achilleus;

„Wohl zerstückt´ er das Fleisch, und steckt es alles an Spieße.

Mächtige Glut entflammte Menoitios´ göttlicher Sohn itzt.

Als nun die Loh´ ausbrannt´ und des Feuers Blume verwelkt war,

breitet´ er hin die Kohlen, und richtete drüber die Spieße,

sprengte mit heiligem Salz, und dreht´ auf stützenden Gabeln.

Quelle: Homer, Ilias. Zitiert nach http:www.gottwein.de/Grie/hom/il09de.htm E.Gering, 2003

 

Auch nach tausenden Jahren können wir uns der Magie des Feuers nicht entziehen. Weltweit ist das Grillen eine der beliebtesten sozialen Freizeitbeschäftigungen. Heute bieten Hersteller verschiedene Grillgeräte an. Der Holzkohle sind die meisten Grillfreunde zugetan. Wahrscheinlich deshalb, weil die Glut der Kohlen der Wildheit, Romantik und dem Abenteuer ursprünglichen Lagerfeuers am nächsten kommt.

 

Nur ein sehr geringer Teil der Grillholzkohle stammt von unseren heimischen Köhlern, die Holzkohle noch auf traditionelle Weise in Meilern erzeugen. Für heimische Holzkohle spricht aber nicht nur die Pflege von Tradition und lokalem Brauchtum, sondern auch Regionalität und vor allem Qualität. Holzkohle aus dem „Tal der Köhler“ in Rohr im Gebirge stammt aus Laub- und Nadelbäumen, aus nachhaltiger, heimischer Forstwirtschaft (100 % PEFC – zertifiziert) und zeichnet sich besonders durch ihre Reinheit aus. Kohlenstücke ohne Staub und Abfall werden mit der sogenannten „Kohlgabel“ händisch abgepackt und am Wege der Selbstvermarktung verkauft. Stammkunden aus Nah und Fern schätzen die rauchfreie Holzkohle und den direkten Kontakt zum Erzeuger, dem Köhler.